Tao, das chinesische Wort für Pfad, weist auf die noch unentdeckten Wege hin, die das Konzept des lebendigen Ausdrucks in jedem Leben sind.
Sich auf den Weg der Wandlung zu begeben, bietet neue Standpunkte und Sichtweisen Dinge zu sehen oder die Möglichkeit mit ihnen anders umzugehen. Das Wesen des Neuen bringt es mit sich, dass wir an zunächst unbekannten Aufgaben wachsen. Auf natürliche Weise entsteht der Konflikt, alt bewährtes beizubehalten und dennoch offen zu sein, für das was Veränderung mit sich bringt. Es gilt dem steten Wandel des Lebens immer wieder gerecht zu werden und gleichzeitig zu unterscheiden was an nächsten Umsetzungen sinnvoll ist, um ein gewähltes Ziel zu erlangen.
Ruhe ist effizient und dient der Erneuerung und Festigung. Ruhe schafft neuen Raum, den wir nach unseren Vorstellungen neu gestalten. Aus innerer Ruhe entsteht Fortschritt.
Qi, ist unter anderem das chinesische Wort für Energie. Qi hat, wie für die Zeichen der chinesischen Sprache üblich, mehrere Bedeutungen. Eine eben noch eindeutig geglaubte Übersetzung, bekommt leicht eine andere Bedeutung, betrachtet man sie aus einem anderen Blickwinkel. Für das Wort Qi gibt es in unterschiedlichen Religionen und Kulturkreisen entsprechende Worte. Lebensenergie Lung Prana Odem Ki Gi Chi Lebensenergie Atem usw.
Die Bedeutung von Qi kann man letztlich am besten mit der inneren Weisheit erfassen und über das Wahrnehmen von Qi im eigenen Körper erfahren. Nur weil das Qi überall und dauernd da ist, heißt das nicht, dass man deshalb seine Eigenschaften und Wirkungsweisen ohne sich damit zu beschäftigen immer sofort versteht. Nur weil ich ein Lied höre, kann ich noch keine Arien singen.
Qi gilt als die Substanz aus der das ganze Universum physisch und geistig besteht. Man stellt sich Qi am besten als eine vitale Energie, Lebenskraft oder als etwas alles durchdringendes Etwas oder Nichts vor. Besteht das Universum physisch und geistig aus Qi, hat es aber trotzdem zunächst weder physische noch geistige Natur in Form eines Geistes. Jedoch stellt das Qi, wiederum gleichzeitig, die einzige konstante Größe in der sich ständig verändernden Wirklichkeit dar. Das klingt ein bisschen schwierig, aber nur weil es so einfach ist.
Welchen Weg auch immer du gehst, es ist dein Weg. Du machst was du willst und du willst was du machst. Du bist gegangen wo du gegangen bist. Warum auch immer. Jeden anderen Weg, den du gehen können hättest, bist du nicht gegangen. Jeder ging mal einen Weg, dessen Konsequenzen er anders eingeschätzt hat, als sie eintraten. Was auch immer du erfahren wolltest, du hast genau das erfahren was du wolltest oder musstest um deinen Weg zu gehen, um ihn dann nach freier Entscheidung zu ändern oder zu verfeinern. Jeder ist selbst verantwortlich für sein Sein. Selbstverantwortung ist die Vorraussetzung dafür einen Zustand selbständig ändern zu können.
Manchmal ist es längst Zeit für eine Änderung, wenn sie geschieht. Ein andermal erkennt man eine Änderung bevor sie stattfindet und ist gut vorbereitet und wirkt bewusst mit. Mal ist man aktiv, mal passiv beteiligt. Gibt es ein Problem ist man selber Teil der Lösung. Das was ist, kann noch besser werden. Wenn wir uns schlecht fühlen, sehnen wir uns nach Veränderung. Schönes möchten wir behalten und vor dem, was wir als Leid empfinden, drücken wir uns lieber. Manchmal ist es gut, dass man sich auf die Beständigkeit der Wandlung verlassen kann und alles ein Ende hat - nicht nur das Schöne, sondern auch die unangenehmen oder schwierigen Situationen.
Der Daoismus ist die Lehre des Weges.
"...und wenn du wissen willst wie der Apfel schmeckt, beiß hinein."